Sony / Minolta AF System

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Minolta 24mm 1:2.8 (MC/MD)

MinMD_24mm_f28

 

Im Wesentlichen existieren zwei optisch unterschiedliche MF-Versionen, wenn man von einem 10linsigen Prototypen von 1971 einmal absieht:

1) Neunlinser (in sieben Gruppen; siehe Abbildung oben), gebaut ab 1973

2) Achtlinser (in acht Gruppen), gebaut ab 1981

Der Neunlinser hat allgemein einen sehr guten Ruf; nicht zuletzt wohl deshalb, weil Leitz das Objektiv - mangels einer eigenen gleichwertigen Rechung - ins Leica-Objektivprogramm aufnahm. Der spätere Achtlinser gilt als mechanisch und optisch schwächer; die Miniaturisierung (von ca. 275g auf 200g) forderte auch hier ihren Tribut. Immerhin dreht sich bei der neueren Version das Filtergewinde nicht mehr mit, was gerade bei Aufnahmen mit Polfilter doch ein Vorteil ist.

 

Thread zum Minolta MC und MD 2.8/24mm im Minolta-Forum

 

"Hinsichtlich der optischen Konstruktion aber gibt's sowieso nur zwei Varianten (drei, wenn man das AF mitzählt) -- nämlich den ursprünglichen Neunlinser ([9/7], als MC W.Rokkor, MC VFC Rokkor, MD W.Rokkor in zwei Fassungsvarianten und MD VFC Rokkor) und den späteren Achtlinser ([8/8], nur als MD, 49 mm Filtergewinde, nicht baugleich zum AF-Achtlinser). Ich meine mich vage zu erinnern, dass es als Prototyp (Vorläufer des Neunlinsers) auch noch einen frühen Achtlinser gab, doch der wurde meines Wissens nie in Serie gefertigt ... oder wenn doch, dann nur in winziger Stückzahl.“

"Das neunlinsige MC W.Rokkor-SI oder MD W.Rokkor 1:2,8/24 mm, welches es bei stets identischer Optik in mehreren Fassungsvarianten gibt (darunter auch das MC VFC und das MD VFC), genießt einen Ruf wie Donnerhall. Zusammen mit dem MC Fish-eye Rokkor-OK 1:2,8/16 mm war es diese Konstruktion, die Leitz Anfang der '70er Jahre davon überzeugte, daß Minolta der richtige Partner für eine Kooperation mit ihnen sei. Bis heute gibt es nur ganz wenige 24-mm-Komstruktionen, die den Neunlinser von Minolta noch (geringfügig) übertreffen."

"Das achtlinsige MD 2,8/24 mm gilt als das schwächste aller Minolta-24er, obwohl es eigentlich gar nicht schlecht ist. Aber das Bessere ist halt des Guten Feind. Das ebenfalls achtlinsige AF 2,8/24 mm halte ich für ein ganz starkes Objektiv, welches dem klassischen Neunlinser meines Erachtens in etwa ebenbürtig ist. Trotzdem darf man niemals allein aufgrund solcher pauschalen Klassifizierungen ein Objektiv weggeben bzw. behalten; man sollte konkrete Exemplare stets vergleichstesten, bevor man sich für oder gegen eines entscheidet. Denn stets können einzelne Exemplare besser (selten) oder schlechter (kommt öfter vor) abschneiden, als es für das jeweilige Modell typisch ist."

O1af (www.mi-fo.de)

"Bis auf die letzte "Spar-" Version des 24/2,8ers sind alle Versionen zu empfehlen und optisch gleichwertig. "

"Im Gegensatz zu den 24mm MC W.Rokkor (-SI) 1:2,8 und 24m MD W.Rokkor, welche eine optische Konstruktion aus 9 Elementen in 7 Gruppen haben, hat die jüngste Version, das 24mm MD 1:2,8 ("ohne Rokkor") eine Konstruktion mit 8 Einzellinsen. Sehr gut möglich, daß es sich hierbei um ein Verschlimmbesserung der bewährten Konstruktion handelt (wie auch beim 135mm MD 1:2,8 ). Immerhin könnte man sich damit trösten, daß man mit dem 24mm MD 1:2,8 die vermutlich seltenere Version gehabt hat. ... Bis auf diese letzte "Spar-" Version des 24/2,8ers sind alle Versionen zu empfehlen und optisch gleichwertig."

fwiesenberg (www.mi-fo.de)

"Das 24iger ist IMHO eines der stärksten Minolta Objektive - und (für mich) zugleich das weiteste, das man hemmungslos einsetzen kann. Es ist ein tolles Objektiv - und die 17er...21iger machen ihm eigentlich keine Konkurrenz."

"Wichtiger als ein 1.8/35 ist das hervorragende 2.8/24. Man warnt im allgemeinen nur vor dem MD 2.8/24, das man leicht an dem (für so ein Weitwinkel winzigen) 49mm Filtergewinde erkennt. Ich würde das 24iger unbedingt dem 2/28 vorziehen. Du hast ein 28iger - aber das 24iger öffnet ganz neue Möglichkeiten. Man muss ein 24iger benutzt haben, dann versteht man das direkt. Und dann kommt noch hinzu, dass die Minolta 24iger so irrsinnig gut sind.“

ChristophPeterS (www.mi-fo.de)

"Ein 24/2.8 MD (49mm Filterdurchmesser, 8-Linser ohne "Rokkor") habe ich auch. Hier im Forum scheint die verbreitete Meinung die zu sein, dass diese neue Version eine Verschlimmbesserung gegenüber dem MC oder MD Rokkor mit 55mm Filtergewinde ist (ein weiterer Unterschied ist der, dass sich das Filtergewinde des "Plain MD" beim Fokussieren nicht dreht). Negativ aufgefallen ist mir das Objektiv allerdings noch nicht, wobei ich auch nicht gezielt getestet habe."

japro (www.mi-fo.de)

"Das beste 24iger ist das späte MC Rokkor und das frühe MD Rokkor (die sind optisch baugleich). Das plain MD ist deutlich sichtbar schwächer."

"The Rokkor 24mm is one of my absolute favorites in the Minolta lens line ... Years ago I had compared my Rokkor against a Canon FD 24mm, a Nikon 24mm and a Soligor 2.8 24mm and none of these lenses was able to beat the Rokkor 24mm."

Hans-J (www.mi-fo.de)

"Eine ganze Menge Minolta-Rokkore gab es auch im Leica-Gewand, neben den gerade genannten Zoom-Rokkoren u. a. auch das 2,8/16 mm, das 2,8/24 mm, das 8/500 mm und das 8/800 mm. Anders als Leitz-Objektive für Minolta, die weiterhin den Namen "Leitz" trugen und nur über den Leitz-Vertrieb erhältlich waren (Telyt-S 800 mm, Photare), wurden die Minolta-Objektive für Leitz so behandelt, als seien es Leitz-Objektive, d. h. sie bekamen neue Fassungen im Leica-Stil, auf denen ungerührt "Leitz Made in Japan" stand. Insbesondere das neunlinsige 24er wurde noch für Leitz weitergefertigt, als bei Minolta längst der Achtlinser eingeführt war. Einige Jahre nach der Beendigung der Kooperation stoppte Minolta schießlich die Fertigung einer ganz speziellen, nur für das neunlinsige 24er benötigte Glassorte, was Leitz dazu zwang, die Konstruktion an eine andere, ähnliche Glassorte eines anderen Glaslieferanten (wahrscheinlich Schott) anzupassen. Erst Jahre später ersetzte Leitz das Elmarit-R 24 mm durch eine ganz neue, eigene Konstruktion."

O1af, www.mi-fo.de


"Die AF-Version ist m.E. kein schlechteres Objektiv, hat allerdings einen etwas anderen Charakter. Während das 9/7 in der Mitte extrem scharf ist, produziert es am Rand bei kontrastreichen Kanten doch recht kräftige Farbsäume (trotz weiterhin sehr guter Randschärfe). Die AF-Version ist dagegen gleichmäßiger über das ganze Bild, erreicht zwar nicht die Mittenschärfe des "alten" Objektives, bringt aber (v.a. am Rand) schönere Farben und Kontraste, die Bilder wirken für mich geschlossener; das 9/7 "reisst" da manchmal schon ziemlich auf."

GeorgK (www.mi-fo.de)

VFC Variante Patentschrift: ww.mi-fo.de/forum/index.php

Kiron 2/24mm vs Rokkor 2.8/24mm: wstar.dyndns.org/oep/articles/Minolta24mm_against_Kiron24mm_comparison.htm

Test bei Rokkorfiles: www.rokkorfiles.com/24mm.html